Unglück am Djatlow-Pass (1959) – ungeklärte Todesfälle von neun Skitouristen
Am 1. Februar 1959 schlugen neun sowjetische Skitouristen ihr Zelt am Nordosthang des Cholat Sjachl auf. In der folgenden Nacht verließen sie das Zelt barfuß und leicht bekleidet. Ihre Leichen wurden erst Wochen später gefunden; die genauen Umstände bleiben ungeklärt.
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Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der neun verunglückten Wanderer.
Zeitleiste
- 26. Januar 1959 — Weiterreise per Anhalter zur Waldarbeitersiedlung „41. Kwartal“ und Übernachtung dort.
- 28. Januar 1959 — Abschied von Juri Judin, der wegen Krankheit die Tour abbricht.
- 31. Januar 1959 — Erreichen des Cholat Sjachl; das Nachtlager wird im Auspijatal am Fuß des Berges errichtet.
- 1. Februar 1959 — Beginn der Passüberquerung; am Nachmittag wird das Zelt am Nordosthang aufgeschlagen.
- 4. Mai 1959 — Fund der letzten vier Leichen in einer Schlucht nahe der Lagerfeuerstelle; Abschluss der Suchaktion.
Häufige Fragen
Wie ist die Gruppe gestorben?
Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Wanderer ihr Zelt von innen aufschlitzten, barfuß und leicht bekleidet das Lager verließen und an Unterkühlung sowie schweren Verletzungen starben; die genauen Auslöser bleiben unbekannt.
Was bedeutet die radioaktive Kontamination der Kleidung?
Einige Kleidungsstücke wiesen Thoriumspuren auf, die auf mitgeführte Campinglampen zurückgeführt wurden; ein Zusammenhang mit einem Atomunfall wird nicht bestätigt.
Warum wurden die Leichen erst Wochen später gefunden?
Schlechtes Wetter, tiefer Schnee und die abgelegene Lage verzögerten die Suche; erst nach intensiven Suchaktionen im Februar und März wurden die meisten Leichen geborgen.
Wurde das Gebiet nach dem Unglück gesperrt?
Ja, die sowjetischen Behörden sperrten das Gebiet für drei Jahre, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen.
Gibt es offizielle Erklärungen für das Unglück?
Die sowjetischen Untersuchungsorgane führten lediglich „höhere Gewalt“ als Ursache an; ein eindeutiger Tatbestand wurde nie festgelegt.
Welche Verletzungen wiesen die Opfer auf?
Zwei Opfer hatten Schädelbrüche, weitere erlitten Rippenbrüche, innere Verletzungen und schwere Abschürfungen; manche Leichen zeigten fehlende Körperteile.
Mythen und Belege
- Die radioaktive Kontamination stammt aus einem Atomunfall FAIT
Untersuchungen zeigten Thorium aus Campinglampen als Quelle; ein Zusammenhang mit einem Atomunfall wurde nicht nachgewiesen.
Primärquellen und Literatur
Die Fälle · An diesem Tag in der Geschichte · Das Rätsel des Tages · Welcher Ermittler bist du? · Suchsel-Generator mit Geschichtsthemen